Fragen und Antworten     

diese Seite enthält Fragen und Antworten zu interessanten Themen rund um den Selbstausbau

Günter B. aus Niedersachsen fragt, ob die oberen Vertikalversteifungen über den Radhäusern entfernt werden können, um ein Querbett maximal lang zu gestalten

Antwort: Ja, ist möglich. Ohne Eingriff in die Struktur des Basismobils lässt sich eine Liegelänge von ca. 1,9 m realisieren. Nach dem Entfernen der Versteifungen, bei 15 mm Isolierungsdicke, sind in Höhe der Matratze ca. 1,96 m möglich. Allerdings sollte eine Ersatz-Aussteifung eingebaut werden. Nähere Informationen und 2 Vorschläge für Aussteifungen sind in einem neuen Beitrag zu den Planungsunterlagen (05/2018) enthalten.

Jochen B. aus BW fragt nach Unterlagen zum Übergang zur Fahrerkabine

Antwort: Der Hinweis ist berechtigt: viele Selbstausbauer möchten die Fahrerkabine mit drehbaren Sitze in den Ausbau einbeziehen. Hierzu gibt es ab sofort (02/2018) eine Maßskizze, weiterhin ist geplant, die Einbeziehung der Fahrerkabine als weiteren Beitrag innerhalb der Planungsunterlagen zu erstellen. Nachtrag April 2018: Inzwischen gibt es diesen Beitrag mit dem Titel: "Integration Führerhaus". Man gewinnt in der Länge ca. 75 cm und kann damit z.B. in einen Jumper L3 oder Ducato L4 auch Längsbetten einbauen. Hierzu gibt es einen Grundriss-Vorschlag. Weiterhin kann man in der Fahrzeuglänge L2 einen Sanitärraum unterbringen.

Steffen P. aus Thüringen fragt nach Lieferquellen für die verwendeten Papierwaben

Antwort: Die im Video zu sehenden Nomex-Papierwaben (Reste aus dem Flugzeugbau) sind für den Möbelbau zu teuer. Eine Alternative sind Papierwaben, die z.B. in Zimmertüren verwendet werden. Ein Lieferant ist die Fa. Modulor. 15 mm kosten ca. 10 €/m². Hier ist weiterhin dünner XPS-Schaum erhältlich, der auch für Sandwich-Innenschichten geeignet ist, z.B. Optitron XPS, 6 mm = ca. 4 €/m². Beide Materialien können mit den Sperrholz-Deckschichten mit Holzleim (PVA oder PUR) verleimt werden. 
  
Eine häufig gestellte Frage:

Warum habt Ihr die Fahrerkabine nicht in den Lebensraum einbezogen?

Antwort: Es gibt mehrere Gründe: Die Wirkung einer guten Isolierung wird durch die nicht isolierte Fahrerkabine geschmälert.
Gebraucht-Fahrzeuge haben meistens 3 Sitzplätze in der Kabine, was für unser Fahrzeug gewünscht war. Der mittlere Sitz ist der Enkel-Sitz, der den Durchgang nach vorne behindert hätte. Das Fahrzeug wird jedoch üblicherweise nur von zwei Personen genutzt, deshalb ist der Raum-Verlust vertretbar.
Durch das Entfernen der Trennwand verliert das Fahrzeug an Stabilität, nach Info von Fiat werden als Ausgleich Verstärkungen eingebaut.
Wesentlich war der Wunsch nach einen großen zusammenhängenden Raum, deshalb sind Dusche/WC vorne links hinter dem Fahrer untergebracht. Auch vor den Hecktüren befindet sich eine Wand, man sitzt erkennbar in einem holzverkleideten Zimmer mit hoher Decke (H3) ohne Kraftfahrzeug-Ambiente.
Mehr eine Kleinigkeit: Man betritt den Ausbau von außen nach dem Herausziehen der manuellen Trittstufe, eine elektrische Betätigung ist nicht erforderlich. Und bei der Abfahrt entfällt meistens das Trockenwischen der Kabinenscheiben...
Allerdings: bei einem Fahrzeug für vier Personen, wie im Serienbau üblich, ist ein Durchgang mit Sichtkontakt zu den hinteren Sitzen erforderlich.

Marc J. aus Bayern fragt nach Ausbau-Details im Badezimmer:
 
* Wie haben Sie die Acrylglasplatten an den Wänden und an der Decke befestigt?
* Ich nehme an, geklebt. Wenn ja, welchen Kleber haben Sie verwendet?
* Hat sich das bewährt oder würden Sie das heute anders machen? (Ich denke an die unterschiedlichen Temperaturausdehnungen der verschiedenen Materialien).

Antwort: Die Acrylplatten sind mit Schaumklebeband PE 2mm (KS862-19, Klebeshop24) geklebt. Abdichtung und Wärmedehnung war ein wesentliches Thema, nach Rechnung für +-20° Temp. auch bei 2 mm schiebeweicher Klebefuge grenzwertig, in der Praxis bis jetzt problemlos. An der Trennwand (mit der Brause) greift eine Abkantung der modif. Duschtasse hinter die Acrylplatte. Der PVC-Boden ist an den Ecken verklebt, so dass sich eine Wanne bildet, die aufgrund der hochgesetzten Fußleisten gut inspiziert und gereinigt werden kann. Tatsächlich erzeugt das Duschen praktisch kein Spritzwasser, da der bleibeschwerte Saum des Duschvorhangs 5mm über dem Boden endet. In den senkr. Ecken mit Acrylwandungen sind die Fugen 3-4mm breit und teilweise (an der Trennwand) mit hochdehnfähigen Kleber Soudal all classic weiß ausgefugt. Fuge wurde bei niedriger Temp. verfüllt, so dass normalerweise die Plattenstirnseite auf die Ausfüllung drückt. Bisher keine Ablösung, da gute Klebehaftung und 700% Reißdehnung.


Hans-Willi B. aus NRW fragt nach den Möglichkeiten zur Befestigung der Möbel an die Struktur

Antwort: Die Befestigung der Möbel ist der jeweiligen Situation angepasst: die senkr. Wände des Kleiderschranks sind mit den Längsprofilen der Karosserie verklebt (Sikaflex), Sitzkonsolen, Trennwand etc. mit dem Fußboden verschraubt (Spax-Holzschrauben). Die Küche wurde über das Podest der Gasflasche mit Boden und Karosserie verschraubt (2x M10), andere Teile sind an der Unterstruktur angeschlossen (Spax), die wiederum über Schrauben M5 und Einnietmuttern mit der Karosserie verschraubt sind. Flach auf Karosserieprofile aufliegende Holzleisten der Unterstruktur sind geschraubt (M5/Einnietmuttern) und zusätzlich geklebt (Sikaflex). Mit solchen Leisten sind auch u.a. die Rückwände des Kleiderschranks verschraubt (Linsenkopf-Spax 3mm/A2). Verkleidungen sind geklebt (Soudal all fix) oder geschraubt (Spax- oder Blechschrauben mit Zier-Senkscheiben), wenn aus Gründen der Zugängigkeit erforderlich (Türen, auch Deckenverkleidung). Die längslaufenden Trägerleisten der Hängeschränke (in Ecke Seitenwand/Dach) sind zur Karosserie geschraubt (M5/Einnietmuttern), die Trennwände der Hängeschränke sind über 5 mm-Holzschrauben mit Sechskantkopf angeschlossen, wobei die Schrauben durch ausgefräste Taschen in den Trennwänden montiert werden.